spricht über sein Verhalten oder Befinden, Äusserungen über innere Erlebnisse sind aber unkonkret und verschwommen

„Guten Tag, wie geht es Ihnen?“

„Hm, danke, es geht so“

Beispiel:
„Wissen Sie, ich habe grosse Schwierigkeiten mit meinem Chef. Seine Arroganz erzeugt Betroffenheit und trifft einen doch. Wir sind doch heute alle sensibler geworden in dieser Zeit. Das enttäuscht doch, weil es mit meinen Idealen kollidiert“

bei HELM


Der Kommunikant ist nicht bereit, das Angebot der Komplizenschaft des Kommunikators anzunehmen — er versucht, es in der Schwebe zu lassen

Für den Augenblick möchte ich nur darauf hinweisen, dass im Kommentar die Abstufung von Primärtext und Sekundärtext zwei einander ergänzende Rollen spielt
Einerseits ermöglicht es (und zwar endlos), neue Diskurse zu konstruieren: der Überhang des Primärtextes, seine Fortdauer, sein Status als immer wieder aktualisierbarer Diskurs, der vielfältige oder verborgene Sinn, als dessen Inhaber er gilt, die Verschiedenheit und der Reichtum, die man ihm wesenhaft zuspricht — all das begründet eine offene Möglichkeit zu sprechen
aber andererseits hat der Kommentar… nur die Aufgabe, das schliesslich zu sagen, was dort schon verschwiegen artikuliert war
Er muss … zum ersten mal das sagen, was dort schon gesagt worden ist, und muss unablässig das wiederholen, was eigentlich niemals gesagt worden ist

bei FOUCAULT