spricht ausführlich über innere erlebnisse. überlegt, unter welchen bedingungen welches befinden auftritt und bemüht sich intensiv und gefühlsmässig beteiligt um eine differenzierte sicht

„Guten Tag, wie geht es Ihnen?“

„Nicht besonders, gestern Abend hatte ich leichtes Fieber und hab mich früh hinlegen müssen; so ganz vorbei ist‘s noch nicht.“

Beispiel:
„Ich weiss schon nicht, wie ich richtig sitzen soll, weil ich Angst habe — wenn du wieder rot wirst, wenn du nun so frei und offen sitzt, dann sehen es ja alle gleich. Und das ist ja furchtbar. Die Anderen sitzen doch so frei und offen da und erzählen, und ich bin so ängstlich! Schon wenn es heisst, es ist Versammlung, dann bin ich schon ängstlich“

bei HELM


Der Kommunikant ist bereit, das Angebot der Komplizenschaft des Kommunikators anzunehmen — er lässt es in der Schwebe und bietet eine Umdefinierung des Diskurses an

Es hat den Anschein, dass die Verbote, Schranken, Schwellen und Grenzen die Aufgabe haben, das grosse Wuchern des Diskurses zumindest teilweise zu bändigen, seinen Reichtum seiner grössten Gefahren zu entkleiden und seine Unordnung so zu organisieren, dass das Unkontrollierbarste vermieden wird; es sieht so aus, als hätte man auch noch die Spuren seines Einbruchs in das denken und in die Sprache verwischen wollen
Es herrscht zweifellos in unserer Gesellschaft… eine tiefe Logophobie, eine stumme Angst vor jenen Ereignissen, vor jener Masse von gesagten Dingen, vor dem Auftauchen all jener Aussagen, von allem, was es da Gewalttätiges, Plötzliches, Kämpferisches, Ordnungsloses und Gefährliches gibt, vor jenem grossen, unaufhörlichen und ordnungslosen Rauschen des Diskurses

bei FOUCAULT