setzt sich ausführlich und differenziert mit seinen Befindlichkeiten auseinander. begreift Zusammenhänge im inneren Erleben und Verhalten, vermag sich selbst besser zu begreifen

„Guten Tag, wie geht es Ihnen?“

„Ich fühle mich nicht besonders, ich dürfte mich wohl bei meinen Kindern angesteckt haben.“

Der Kommunikant ist bereit, das Angebot der Komplizenschaft des Kommunikators anzunehmen — er bietet eine andere Definierung des Diskurses an

Sprecher ist nicht nur bereit, das Angebot der Komplizenschaft des Adressaten anzunehmen — er nimmt sie an und bietet eine eigene Komplizenschaft an

Selbstexploration
Das Ausmass, in dem eine Person ihre inneren Erlebnisse in das Gespräch spontan und offen einbezieht, sich mit ihnen innerlich beteiligt und differenziert auseinander setzt und auf der Basis neuer Erfahrungen, Klärungen und Erkenntnisse aktiv praktische Konsequenzen daraus zieht
Eigene innere Erlebnisse (internale Inhalte) sind: Gefühle, Stimmungen und Affekte, bezogen auf sich selbst und auf andere Personen, Dinge und Ereignisse; gefühlsmässige Stellungnahmen, Bewertungen, Meinungen und Einschätzungen gegenüber anderen Personen, Dingen und Ereignissen; mit gefühlsmässiger Belastung verbundene Konflikte, Frustrationen und Entscheidungen; Ziele, Wünsche, Hoffnungen, Erwartungen, Bedürfnisse, die die Person Ausdrucks, das Selbstbild der Person, d.h. wie sie sich selbst erlebt und einschätzt, welche positiven und negativen Eigenschaften sie sich zuspricht
Ein hoher grad von Selbstexploration bedeutet, dass die Person ihre inneren Erlebnisse ohne Abwehr offen zur Sprache bringt, sich mit ihnen intensiv und differenziert auseinander setzt, dadurch neue Erfahrungen gewinnt (z.b. neue Bewertungen vornimmt, neue Einstellungen bildet, Situationen klärt und neu strukturiert, sich selbst anders sieht und beurteilt) und im Ergebnis dieser Verarbeitung versucht, neue Verhaltensweisen zu erproben und darüber berichtet
Ein niedriger Grad bedeutet, dass die Person innerlich wenig beteiligt, vorwiegend über äussere Vorgänge und andere Personen berichtet oder über sein verhalten spricht, ohne innere Erlebnisse zu berichten

nach HELM