spricht überwiegend über seine inneren Erlebnisse, Äußerungen sind konkret

„Guten Tag, wie geht es Ihnen?“

„Ich glaube, ich bekomme eine Erkältung“

Der Kommunikant ist bereit, das Angebot der Komplizenschaft des Kommunikators anzunehmen — er lässt es in der Schwebe und lässt eine Umdefinierung des Diskurses offen

Im Mittelalter war die Zuschreibung an einen Autor im Bereich des wissenschaftlichen Diskurses unerlässlich, denn sie war ein Index der Wahrheit
Man war sogar der Auffassung, dass ein Satz seinen wissenschaftlichen Wert von seinem Autor beziehe
Seit dem 17. Jahrhundert hat sich diese Funktion im wissenschaftlichen Diskurs immer mehr abgeschwächt: die Rolle des Autors besteht nur mehr darin, einem Lehrsatz, einem Effekt, einem Beispiel, einem Syndrom den Namen zu geben
Hingegen hat sich im Bereich des literarischen Diskurses seit eben jener Zeit die Funktion des Autors verstärkt: all die Erzählungen, Gedichte, Dramen oder Komödien, die man im Mittelalter mehr oder weniger anonym zirkulieren liess, werden nun danach befragt…, woher sie kommen, wer sie geschrieben hat
Man verlangt, dass der Autor von der Einheit der Texte, die man unter seinen Namen stellt, Rechenschaft ablegt; man verlangt von ihm, den verborgenen Sinn, der sie durchkreuzt, zu offenbaren oder zumindest in sich zu tragen; man verlangt von ihm, sie in sein persönliches Leben, in seine gelebten Erfahrungen, in ihre wirkliche Geschichte einzufügen

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