[
AMMENSPRACHE]
besondere Form des sprachlichen Umgangs mit Kleinkindern. Dabei werden emotionale Inhalte durch eine überzogene Betonung dargestellt mit dem Ziel, eine besonders intensive emotionale Bindung darzustellen

VERBALISIERUNG EMOTIONALER INHALTE:
1. Inhalte werden in konkreter und fasslicher Form berichtet
2. Zuhörer kann dem Bericht vom inneren Bezugspunkt des Berichtenden aus folgen
3. Es werden persönlich-emotionale Erlebnisse berichtet (Gefühle, Wünsche, Interessen, Wertungen, Sebstbild)

[
SCHWEIGEN]
spricht nicht über sich selbst, weder über eigenes Verhalten noch über inneres Erleben. äussert sich nicht über Ereignisse, Personen

[
ABBLOCKEN]
spricht nicht über sich selbst, weder über eigenes verhalten noch über inneres erleben. äussert sich über Ereignisse, Personen und Objekte ohne Erwähnung inneren Erlebens oder aber benutzt allgemeine Redensarten

[
AUSWEICHEN]
spricht über sein Verhalten, ohne innere Erlebnisse zu erwähnen

[
VERMEIDEN]
spricht über sein verhalten oder befinden und deren mögliche ursachen, innere erlebnisse sind zu vermuten oder werden kurz erwähnt

[
ANDEUTEN]
spricht über sein Verhalten oder Befinden, Äusserungen über innere Erlebnisse sind aber unkonkret und verschwommen

[
HINWEISEN]
spricht überwiegend über seine inneren Erlebnisse, Äußerungen sind konkret

[
BERICHTEN]
spricht ausführlich über innere erlebnisse. überlegt, unter welchen bedingungen welches befinden auftritt und bemüht sich intensiv und gefühlsmässig beteiligt um eine differenzierte sicht

[
DEUTEN]
setzt sich ausführlich und differenziert mit seinen Befindlichkeiten auseinander. begreift Zusammenhänge im inneren Erleben und Verhalten, vermag sich selbst besser zu begreifen

[
SUCHEN]
setzt sich ausführlich und differenziert mit seinen Befindlichkeiten auseinander. bemüht sich aktiv um Schlussfolgerungen aus der Klärung inneren Erlebens und sucht neue Verhaltensmöglichkeiten

[
KLÄREN]
gewinnt in der Auseinandersetzung mit seinem inneren erleben neue Erkenntnisse, sieht neue Verhaltensmöglichkeiten und überlegt deren Konsequenzen oder spricht über Erfahrungen bei der Erprobung neuen Verhaltens in der Lebenspraxis